Der erste Wein aus der Mainzer Innenstadt seit 1986.

Einst war es Tradition, in der Mainzer Innenstadt Wein herzustellen. 1986 musste allerdings auch die letzte Kellerei in der Kaiserstraße – die Kurfürstenkellerei – schließen, da kein direkter Nachfolger verfügbar war. Bis heute. Peter Gottron, ein Nachfahre der einstigen Betreiberfamilie, startete 2013 mit Winzer Michael Reinfrank das leidenschaftliche Projekt, die Kurfürstenkellerei wieder aufleben zu lassen und Wein in und für Mainz herzustellen.

2014 wurde dieses Projekt mit dem »Designpreis Rheinland-Pfalz« ausgezeichnet und 2015 für den »German Design Award 2016« sowie dem »German Brand Award 2016« nominiert.

Kurfürstenkellerei Stationary

Aufgabe

Unsere Aufgabe war es, die Kellerei auch optisch wieder aufleben zu lassen. Wir entwickelten dafür ein auffälliges Etikett und ein eigenständiges Namenskonzept für die Weine. Eine Serie kurzer Filmbeiträge dokumentiert live die Entstehung des ersten Weins. Im Zuge der Wiederbelebung der Kellerei gestalteten wir auch die elementare Geschäftsausstattung. Gegeben waren die Vision der Winzer und ein altes Etikettenbuch.

Idee

Bei der Recherche tauchten wir tief in das Umfeld der alten Kurfürstenkellerei ein und entdeckten viele spannende Details. Ihren Namen verdankt sie ihrer Stellung als Weinproduzent des »Kurfürstlichen Schlosses Mainz«. Schon damals wurden die Konterfeis der Kurfürsten, um die sich viele dramatische und lustige Geschichten woben, auf den Weinetiketten visualisiert. Eine perfekte Steilvorlage für eine lebendige Marke aus Mainz für Mainz.


Design

Das Brand Design lehnt sich an die Gestaltung von Kirchen-Bleiglasfenstern mit ihren charakteristischen schwarzen Ruten und bunten Farbflächen an. Dieser sakrale Aspekt der Kurfürsten ist nicht zuletzt auch eine Hommage an den großen Bleiglaskünstler Marc Chagall, der mit seinen Fenstern der St. Stephans Kirche der Mainzer Innenstadt ein Highlight gesetzt hat. Diese traditionsreiche Kunst übersetzten wir in einen modernen geometrischen Stil. So entstand die starke und unverwechselbare Bildsprache.

Kurfürstenkellerei Flaschen

Naming

Jeder Wein erhält den Namen eines Kurfürsten, der zu seinem Charakter passt. Den ersten Wein — ein knackiger Riesling — tauften wir »Peter von Aspelt«. Sein Geschmackserlebnis ist genauso wild wie der Lebenswandel seines Namensgebers.


Wort-/Bildmarke

Auch bei der Überarbeitung des Logos haben wir das Traditionsreiche in ein neues Gewand gekleidet. Die Frakturschrift des alten Schriftzuges sowie das Signet mit dem Mainzer Rad wurde beibehalten, jedoch abstrahiert, lesbarer gemacht und ins Jetzt übersetzt.

Typografie und Farben

Die Fraktur (Potsdam) kombinierten wir im Corporate Design mit einer modernen, serifenlosen Schrift (Museo Sans), um auch hier das Spannungsfeld Alt und Neu zu visualisieren. Die Farben spielen ebenso mit diesem Kontrast durch dunkle, schwere und helle, frische Töne. Die Farbpalette orientiert sich an den Weinsorten, ihren Trauben und Blättern (Weißwein (grün), Rotwein und Rosé (rot/rosa)).

Kurfürstenkellerei Poster
Kurfürstenkellerei Design

Dokumentation

Eine Videodokumentation begleitet Michael Reinfrank und Peter Gottron auf dem Weg zu ihrem ersten Wein. Sie veranschaulicht die Arbeit dahinter, diente aber gleichzeitig als Marketinginstrument, um schon vor dem Verkauf Interesse zu wecken. Jeder Schritt wurde zeitnah auf dem Youtube-Kanal der Kurfürstenkellerei gepostet.

Zum Wohl!

Die Weine der Kurfürstenkellerei sind streng limitiert und nur bei der Weinraumwohnung in Mainz sowie online über www.kurfuerstenkellerei.de erhältlich. Prosit!

Kurfürstenkellerei Visitenkarten